Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald

since 2010 – Death March Memorial in Below Forest

Neugestaltung der Gedenkstätte

Die Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald wurde nach umfassender Neugestaltung im April 2010 anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung wiedereröffnet. Neben dem historischen Waldgelände befindet sich nun auf einer Wiese in Mecklenburg-Vorpommern eine Open-Air-Ausstellung. Die grundlegende Idee der Neugestaltung durch den Berliner Architekten Martin Bennis und das Stuttgarter Grafikbüro Weidner Händle Atelier ist die klare Trennung der vier Bereiche der Gedenkstätte: Mahnmalsanlage, historisches Waldgelände, pädagogische Projektwerkstatt und Open-Air-Ausstellung. Diese vier Bereiche wurden mit Glasstelen im Design der Ausstellung versehen, die nicht nur der Orientierung, sondern auch der Information über die Geschichte des Ortes dienen. Die Mahnmalsanlage von 1975 wurde unverändert erhalten.

 

Freiluft-Ausstellung

Die Freiluft-Ausstellung unmittelbar neben dem historischen Waldgelände informiert auf Glasstelen mit Texten, Fotos, Dokumenten, Zeichnungen und zahlreichen Zeitzeugenberichten über die Räumung des KZ Sachsenhausen, den Todesmarsch, das Waldlager in Below und die Befreiung. In einer klimatisierten Vitrine werden außerdem Fundstücke aus dem Belower Wald gezeigt. Die Ausstellung ist durch einen Steg mit dem historischen Gelände des Waldlagers verbunden.

 

Historisches Waldgelände

Das Waldstück, in dem die KZ-Häftlinge lagern mussten, ist der wichtigste Teil der Gedenkstätte. Er wurde nur sehr zurückhaltend gestaltet, um die eindrucksvollen Spuren in den Bäumen nicht durch eine nachträgliche Überformung in den Hintergrund zu drängen. Die aus den 1970er und 1980er Jahren stammende Markierung der Bäume mit roten Winkeln wurde als Teil der Mahnmalsanlage aus DDR-Zeiten belassen. Ebenso der in den 1990er Jahren angelegte Weg, der durch den Wald zu den interessantesten Bäumen führt. Neben sieben Bäumen, die exemplarisch für die verschiedenen Spuren stehen, wurden schmale Glasstelen aufgestellt, die durch Erklärungen und Fotos, z.B. von den Gipsabdrücken, Hilfestellung beim Lesen der nach so langer Zeit zum Teil nicht mehr kenntlichen Spuren geben.

 

Projektwerkstatt

Das ehemalige Museumsgebäude wurde zu einer pädagogischen Projektwerkstatt umgebaut. Die Werkstatt verfügt über abtrennbare Gruppenräume, flexibel einsetzbare Möbel, rollbare Materialkisten, die auch Exponate aufnehmen können, eine veränderbare Vitrinenwand zur Ausstellung von Projektergebnissen, Laptops als Arbeitsmittel für die Teilnehmer und ein mobiles Demopult zur Präsentation digitaler Arbeitsergebnisse.